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High-End - Kondo M7/Phono

Es dürfte kaum eine Möglichkeit geben, für ein unscheinbareres HiFi-Gerät derart viel Geld auszugeben. Ein matt-schwarzes Metall-Gehäuse mit matt-silberner Front, Schriftzug und Einschalt-Knopf. Ungefähr 20.000€ kostet dieses unscheinbare Wunder.

Es zeugt von der unerschütterlichen Gelassenheit eines Herstellers, der um die Richtigkeit seines Tuns weiß.

Die Kondo M7/Phono bietet auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches. Ein Blick auf das Datenblatt zeigt: es handelt sich um eine Röhren-Phonostufe, die für MM-Tonabnehmer ausgelegt ist. Keine Anpass-Möglichkeiten, keine einstellbare Verstärkung, nichts sonst. Auf der Rückseite Cinch-Ein und Ausgänge, Erdungsklemme und Netzbuchse.

Kenner wissen: im Inneren werkeln hand-gefertigte Silber-Kondensatoren, hauseigene Silberdrähte verbinden die kostbaren Bauteile miteinander, jedes winzigste Detail ist genau so, wie es idealerweise sein muss. Kondo geht den Königsweg der Technik: alles Überflüssig wird entfernt, aber nicht mehr. Was bleibt, wird mit unglaublichem Aufwand verfeinert. Die erhabene Schlichtheit der Geräte unterstreicht die Selbstverständlichkeit, mit der man Perfektion realisieren kann. So geht Understatement...

MM only!

Jede gute Phono-Röhrenstufe kann nur MM. Denn Röhren klingen zwar unglaublich gut, haben aber ihre Grenzen. Für ein paar Millivolt eines MM-Systems eigenen sich Röhren ideal. Aber MC-Systeme schaffen allenfalls ein Zehntel dieser Spannung - das ist für reine Röhrenverstärker nicht mehr erreichbar. Zum Glück, möchte man sagen! Denn hier kommen MC-Übertrager zum Einsatz, die ohnehin bei jeder Phonostufe (auch Transistor) für allerbesten Klang sorgen.  Daher ist die Kondo M7/Phono eine reine MM-Phonostufe und wird mit einem Übertrager (natürlich auch von Kondo) komplettiert, sobald ein MC-System im Laufwerk montiert ist. Kondo hat zwei MC-Übertrager im Programm: der Kondo CFz hat Kupferwicklungen, der Kondo SFz Wicklungen aus Silber. Beide Modelle sind Welt-Spitzenklasse! Klanglich unterschiedlich, aber nicht übertreffen. Die M7/Phono wird häufig mit der SFz kombiniert, denn dieses Gespann ist perfekt auf das MC-System Kondo IO-M abgestimmt. Der Kondo SFz Übertrager hat jedoch neben der niederohmigen Wicklung für das sehr leise IO.M auch eine weitere Anzapfung für "normale" MC-Systeme (Ausgangsspannung 0.3-0.6mV).

Das Kondo-Erlebnis

Wer die M7/Phono zum ersten Mal hört, bemerkt das Außergewöhnliche nicht sofort. Denn diese Phonostufe klingt zunächst einmal nach gar nichts. Was einfach nur bedeutet: sie ist ungeheuer neutral. Weder hart noch weich, weder warm noch kühl, weder technisch noch plüschig. Alles passt, die Musik klingt genau so, wie sie klingen soll. Oder besser: wie sie klingen MUSS. Instrumente klingen stimmig, Musiker stehen plastisch im Raum, alles wirkt leicht und luftig, zugleich hoch-dynamisch, spannend und packend.

Die wahre Qualität zeigt sich am schnellsten, wenn man die M7/Phono durch ein (preiswerteres) Modell eines anderen Herstellers ersetzt. Hören Sie die Kondo M7/Phono einige Minuten, und anschließend hören Sie Ihre Musik beispielsweise über eine EAR/Yoshino 88PB (eine herausragend gute Röhren-Phonostufe, die ca. 20% der Kondo kostet). Mit der EAR/Yoshino klingt die Musik wie in Nebel, also ob ein dicker Vorhang über allem liegt. Sie besitzen eine EAR/Yoshino und dachten, dieses Gerät ist gut? Stimmt auch. Aber die Kondo M7/Phono ist viel besser - nicht nur ein bisschen besser, sondern galaktisch viel besser! Ich kann es hier nur in Worte fassen: der Unterschied zwischen einem normalen Gerät und einer Kondo ist nicht marginal, sondern RIESIG! Andere Geräte mögen gut klingen, die Kondo M7/Phono macht Musik. Kondo lädt Sie ein auf eine Zeitreise zur Entstehung der Aufnahme, beamt Sie in die Konzerthalle, in den Jazz-Club oder das Live-Event. Sie sind direkt dabei, mitten drin.

Auf den Fotos ist übrigens zu sehen, dass wir die Kondo M7/Phono (ebenso wie andere Geräte) auf Stillpoints Anti-Vibrations-Füße stellen. Die M7/Phono gewinnt nochmals an Luft, Raum und Präzision (man glaubt es kaum)! Am besten haben sich Stillpoints Ultra 6 unter der M7/Phono bewährt: drei Stück reichen aus.

Dabei spielt es kaum eine Rolle, welches System oder Plattenspieler angeschlossen wird. Solange die Qualität des Players auf Kondo-Niveau ist,  gibt es Spaß-Garantie. Das bedeutet: Laufwerke von Brinkmann, Kuzma, Thales sind erlaubt. Fast alles andere ist nur mit Gehörschutz erträglich... Ich übertreibe? Vielleicht ein bisschen. Aber seien Sie achtsam: hier geht es um die Seele der Musik, um Schönheit.

Fazit

Es gibt kaum einen anderen Hersteller, der sich seiner Verantwortung für Kunst, Schönheit und Wahrheit mit solcher Hingabe widmet wie Kondo. Die Kondo M7/Phono ist ein wundervoller Beweis dafür!

Nebenbei: jeder erfahrene HiFi-Hörer weiß, dass die Strom-Zuleitung entscheidend über guten Klang entscheidet. Kondo liefert (als einziger mir bekannter Hersteller) ein sehr gutes (und sehr teures) Netzkabel ab Werk mit. Alle Kondo-Verstärker werden mit Kondo Avocado Netzkabel geliefert.
Kondo-Verstärker müssen ausnahmslos vor der Auslieferung in Japan im Hörtest beweisen, dass sie Kondo-Qualität bieten. Sie sind daher weitgehend eingespielt - sofort aus dem Karton spielen Kondo Verstärker extrem gut. Natürlich verbessert sich der Klang noch weiter nach einigen Betriebs-Stunden. Auch hier fällt mir kein anderer Hersteller ein, der sich diesen Aufwand leistet.
Kein Wunder, dass Kondo keine hundert Geräte pro Jahr bauen kann. Kein Wunder, dass Besitzer ihre Kondos nicht mehr hergeben. Kondo ist eben eine Entscheidung fürs Leben - eine Entscheidung für Perfektion, Einzigaritgkeit und musikalische Schönheit.

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