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Technikabend: Transistor- und Röhren-Verstärker

Überblick über die Geräte des Abends

Freitags gibt es bei PhonoPhono ab 17 Uhr Vorführungen rund um HiFi, Plattenspieler und Musikören. An diesem Freitag ging es um herausragend gute Verstärker. Neben klanglichen und qualitativen Unterschieden haben wir auch technisch-klangliche Unterschiede von Röhrenverstärkern im Vergleich zu Transistor-Geräten vorgeführt. Der Schwerpunkt lag auf dem Preisbereich um ca. 3.000€ sowie 6.000€.

Es waren zu hören:
Sugden A21SE (Transistor, ca. 3.000€)
Pathos Classic One (Hybrid = Röhre und Transistor, 2.200€)
Unison Triode 25 (Röhre, ca. 3.000€)
Leben CS-300XS (Röhre, ca. 3.500€)
Sugden IA-4 (Transistor, ca. 6.000€)
Audiomat Opéra Reference (Röhre, ca. 6.000€)

Ebenso wichtig für guten Klang ist die gelungene Kombination mit einem passenden Lautsprecher. Daher hatten wir zwei recht unterschiedliche Lautsprecher genommen: die LivingVoice Avatar IBX-R3 für ca. 8000€ je Paar markiert einen beispielhaft guten Lautsprecher mit eher hohem Wirkungsgrad (ca. 94dB) - ideal für Röhrenverstärker, die ja oftmals keine Kraft-Strotze sind. Im Vergleich spielten wir die kompakte Falcon LS3/5A, die mit 83dB und 16Ohm auf dem Datenblatt nicht unbedingt als ideale Kombi zu einem Röhrenverstärker erscheint.

Als Quellen dienten der tolle Plattenspieler Rega Planar 10 mit MC-Tonabnehmer EMT SFL75 und Phonostufe EAR Yoshino 88PB.

Digitale Musik kam vom Streamer Lumin D2 und daran angeschlossenen Digitalwandler EAR Yoshino Acute DAC.

Um den Abend in wenigen Sätzen zu beschreiben: der preiswerteste Verstärker - der Pathos Classic One - schlug sich sehr gut, musste sich aber gegen die teurere Konkurrenz geschlagen geben.

Erstaunte Gesichter beim schnuckeligen Leben CS-300XS: dessen warmer, charmanter Klang nahm viele Besucher für sich ein. An der LivingVoice konnte der kleine 15-Watt-Verstärker auch anständig rocken, obwohl die sanften Töne eher sein Metier sind.

Unser Referenz-Verstärker Sugden A21SE markierte deutlich, welch großartiger Klang heute aus einem 3000-Euro-Verstärker zu haben ist. Wahrhafte Meisterschaft! Seine 30 Watt  sehen auf dem Datenblatt zwar nicht nach viel aus - umso erfreulicher der Klang, die Dynamik, Spielfreude und Transparenz! Auch an den kleinen Falcon spielte der Sugden extrem gut. Er musste sich jedoch der Konkurrenz aus dem eigenen Hause beugen: der große Sugden IA-4 machte alles ebenso wie der A21SE, nur eben vielfach besser. Beim doppelten Preis war das zwar zu erwarten, aber die Besucher waren dennoch erstaunt, dass die Musik mit den teureren Verstärkern derart viel mehr Spaß machten.

Das bewies auch der Röhren-Verstärker Audiomat Opéra: er spielte zwar hörbar anders als der (fast gleich teure) Sugden-Transistor IA-4, aber nicht minder spannend. Wo der Sugden etwas mehr Dynamik zeigte, zeichnete der Audiomat etwas mehr Klangfarben. Beide spielten an der LivingVoice auf einem Niveau, das kaum Wünsche offen ließ.

Gab es klare Gewinner? das kann man wohl nicht behaupten. Aber hierzu sei angemerkt, dass es die Aufgabe eines guten Fachhändlers ist, das Beste in seinem Geschäft zu präsentieren. Insofern also keine Überraschung, dass an diesem Abend mit zunehmendem Preis auch die Qualität, also der Hör-Spaß zunahm. Aber auch die preiswerteren Verstärker spielten eindrucksvoll. Schließlich ist der Spaß am Musikhören das Wichtigste!

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