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Berliner Analogtag 2013

Berliner Analogtag

Mehr Spaß am schwarzen Gold: der Analogtag bei PhonoPhono zeigt eindrucksvoll, wie beliebt Schallplatten immer noch sind. Kein Wunder: immer bessere Plattenspieler, immer raffinierte Abtast-Systeme und Präzisions-Verstärker holen jeder winzige Detail aus den Rillen.

Es gab viele Plattenspieler zu sehen, aber vor allem auch zu hören!

Geräte-Vorführungen
Ein Nottingham SpaceDeck mit MC-Abtaster Lyra Dorian zeigt eindrucksvoll den Entwicklungsstand analoger Technik im Spitzenklasse-Segment. Echtes High-End präsentiert der Well Tempered Versalex mit einem Decca London Reference und einer Brocksieper PhonoMax Röhren-Phonostufe. Die Verstärker von Jeff Rowland und Marten Django L Lautsprecher sind ebenbürtige Partner.Ohne Übertreibung kann man wohl sagen: der Well Tempered mit dem Decca-Abtaster war der audiophile Star des Tages! Eine derart feine, freie und zarte Detailzeichnung gab es bei uns bislang nicht zu hören. Obwohl wir immer wieder auch noch teurere Abtaster in unseren Vorführungen spielen, war das Decca eine neue Klasse! Ob Beethovens Klavierkonzert, ob Jazz oder Rock - dieser Plattenspieler war immer in seinem Element!

Die Jeff Rowland Verstärker und die Marten Django Lautsprecher trugen ihren Anteil zu dem musikalischen Erlebnis bei: auch erfahrene High-End-Zuhörer kamenaus dem Staunen kaum heraus - zumal die Preisschilder gar nicht auf HIgh-End-Preisniveau lagen.

Unsere kleine Anlage kam kaum zum Einsatz. Zu verführerisch spielten die großen Analog-Laufwerke! Dennoch sei kurz erwähnt: der traumhaft schöne GoldenNote Valore konnte mit seiner eleganten Optik wie auch mit seinem Klang überzeugen. Der Thorens TD209 hatte dank des legendär guten Dynavector DV10X5 klanglich noch mehr zu bieten - war aber auch teurer. Beide Player waren an Clearaudio Phonostufen angeschlossen, die wir erst einen Tag vor der Veranstaltung bekamen - brandneu und erst knapp eingespielt. Kompliment nach Erlangen! Diese Phono-Verstärker klingen nach mehr als der Preis erwarten läßt - und sind nobel verarbeitet. Ein Teac AI-501DA Digital-Verstärker diente als Steuerzentrale und befeuerte Tannoy Precision 6.1 Lautsprecher.
(Unter uns: ich hatte auf den Teac Verstärker das passende CD-Laufwerk gestellt und eine DVD mit hochauflösenden Musikdateien gespielt. Das klang erschreckend gut - passte aber leider nicht zum Thema des Tages...)

Workshop Mono - Stereo

Wolf Zube vom Schallplattencafé Horenstein legte auf! In seinen Workshops spielten Mono- und entsprechende Stereo-Aufnahmen.

Viele Musikhörer sind begeistert von Mono-Wiedergabe, und nicht nur Sammler widmen sich zunehmend diesem Thema. Die Vorführungen waren sehr gut besucht. Viele Zuhörer waren begeistert von dem angenehmen Klang der Mono-Schallplatten. Großen Anteil daran hatte der VPI Classic, der dank des speziellen Mono-Abtasters AT Mono 3/LP und dem Graham Slee JazzClub (ein Phono-Vorverstärker mit umschaltbaren Kennlinien, u.a. speziell für ältere Mono-Pressungen) großen Spaß machte.

Sein Stereo-Pendant war ein Roksan Xerxes XX mit einem Transrotor Merlo Reference und der fantastischen Phonostufe Rega Aria.

Es gab keinen Gewinner. Manchem Zuhörer gefielen die Mono-Aufnahmen besser als die Stereo-Version, andere bevorzugten Zwei-Kanal-Wiedergabe. Darauf kam es aber gar nicht an! Denn einen Gewinner gab es auf jeden Fall: die Musik! Denn bei allem technischen Aufwand war erstaunlich, wie spannend die Mono-Welt ist und wie viele musikalische Kostbarkeiten es hier zu entdecken gibt!

Die Elektronik war High-End vom Feinsten: Jeff Rowland Corus (Vorstufe) und Jeff Rowland 625 (Endstufe) spielen an Avalon Transparent. Spannend und für viele audiophile Musikhörer überraschend: man kann Mono auch - oder besser: vor allem (!) über eine exzellente High-End-Anlage hören. Das Gerücht, dass High-End-Klang nur mit ebenso high-endigen Aufnahmen gelingt, ist erneut widerlegt.Im Gegenteil: mit einer guten Anlage entdeckt man seine Musik neu - und Tag für Tag kommen neue Aufnahmen hinzu!

Fazit

Ein toller Nachmittag mit sehr zahlreichen Besuchern, die durchweg ein zufriedenes, glückliches Gesicht machten! Viele spannende Gespräche, viel gute Musik.
Eine Veranstaltung, die wir sicherlich wiederholen!

Long live vinyl!

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