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Technikabend - Digital Audio

Am 8. Februar 2013 hatten wir eingeladen zu einem spannenden Thema: wie gut sind moderne Digital-Medien? Was tut sich technisch? Lohnt es sich, hochauflösende Dateiformate zu berücksichtigen oder hört man keinen Unterschied zur "alten" CD?

Wir hatten zwei Digital-Systeme aufgebaut:

1. einen kleinen Computer (älteres Asus Netbook mit Windows8, Abspielsoftware Foobar2000) mit einem Chord GEM Digitalwandler

2. ein Playback Designs MPS-3 Digitalwandler mit CD-Spieler und angeschlossenem MacBook Pro (Baujahr 2013, 256GB SSD, 8GB Hauptspeicher, OS/X Mountain Lion, Abspielsoftware Audirvana).

Die Anlage bestand aus Jeff Rowland Elektronik (Vorstufe Corus, Endstufe Model 625) sowie Avalon Transcendant Lautsprechern). Alle Kabel (NF-Analog, NF-Digital, Strom sowie Lautsprecher) stammten von Transparent. Mithin: alles vom Feinsten!

Zunächst wurde das kleine System vorgestellt. Der Chord GEM-Wandler kann sowohl Daten drahtlos via Bluetooth als auch über USB-Kabel verarbeiten. Da just an diesem Tag die Berliner Philharmonie eine neuen App für ihre "Digital Concert Hall" vorstellten, hatten wir schnell ein iPad vorbereitet, das ein kostenloses Beispiel (Beethovens 4. Sinfonie) abspielte. Eine schöne Möglichkeit, auch die tragbaren Geräte zu nutzen: einfach das iPad über Bluetooth mit dem Chord GEM verbunden, und sofort spielte der Chord über unsere High-End-Anlage. Die Übertragungsqualität entspricht nicht ganz dem CD-Niveau, war jedoch angenehm und erstaunlich gut. Hier zeigt sich eine Stärke des Chord-Wandlers: er ist alltagstauglich, tragbare Geräte können schnell und in guter Qualität genutzt werden.
Wenn die Musik von PC über USB-Kabel gespielt wurde, klang der Chord deutlich besser. Obwohl der Chord nur 16bit/44.1kHz abspielen kann, war das Klangbild spannend, detailreich und packend. Ein NAD CD-Spieler (C565BEE mit Upsampling auf 192kHz) musste passen: der Chord klang dynamischer, klarer und staffelte den Raum besser. Hier zeigt sich eine weitere Eigenheit des Chord: die bewußte Beschränkung auf wichtige technische Werte und die Perfektionierung. Kein Zahlen-Overkill, sondern Qualität!

Der Playback Designs spielte in einer anderen Liga: dank DSD-Fähigkeit und der Möglichkeit, extrem hoch auflösende Dateiformate unmittelbar abzuspielen, zeigte er eindrucksvoll, wie gut Digital Audio tatsächlich sein kann! Das MacBook steuerte hierbei über USB den MPS-3 direkt an, die Files lagen auf der MacBook SSD-Festplatte, das Abspielprogramm war Audirvana. Sicherlich: der Preis dieses Digitalsystems liegt weit über jenem "normaler" HiFi-Geräte. Aber angesichts der Klangqualität muss der Playback Designs MPS-3 als Schnäppchen gelten! Zudem ist er zukunftsicher; eine sichere Investition in die digitale Zukunft!

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Der Abend war sehr gut besucht, wir mussten leider einige Besucher abweisen, weil der Platz nicht ausreichte (ich bitte um Entschuldigung!).

Für diejenigen, die Platz fanden, war es ein spannender Abend. Gelegentlich waren einige ratlose Gesichter zu sehen, wenn es zu technisch wurde: während einige Besucher Details zu USB-Treibern, Programmen und dem Rippen von CDs erfahren wollten, ging anderen bereits die Erklärung der Datenraten zu weit. Dies dürfte - allgemein betrachtet - sicherlich ein Problem von Digital-Audio generell sein. Denn viele Musikhörer fürchten sich vor einem Computer in ihrer HiFi-Anlage. Manch exotischer DIgitalwandler erfordert auch tatsächlich einiges PC-Knowhow. Nicht jedoch die hier vorgestellten Geräte: beide Systeme (Chord GEM an Windows8-Rechner wie auch Playback Designs MPS-3 an MacBook) sind tatsächlich Plug-and-Play-Lösungen sind! Damit ist gemeint: man schließt die Digitalwandler per USB an einen Computer an, und alles andere läuft automatisch.
Ich hatte gerade deshalb diese Kombinationen gewählt, weil keine Fachkenntnis notwendig ist! Insbesondere der MPS-3 ist an einem MacBook denkbar einfach zu bedienen. Nebenbei: eine Münchener Software-Firma bietet speziell für Geräte von Playback Designs vorkonfigurierte MacBooks an. Noch einfacher geht es nicht mehr!
Interessanterweise waren einige Besucher von dem überragenden Klang des MPS-3 etwas überfordert; die Auflösung war "zu hoch", der Klang "zu neutral". Ein Effekt, den wir auch bei anderen High-End-Vorführungen beobachteten, wenn Besucher eine ältere HiFi-Anlage besitzen und sich auf ihren Sound eingehört haben und einen speziellen Klang gewöhnt sind.
Die meisten Zuhörer jedoch waren begeistert! Insbesondere Besitzer, die bereits daheim eigene vorzüglicher High-End-Anlagen besaßen, zeigten sich positiv überrascht.

Wir werden dieses Thema sicherlich wiederholen - ein Trost an alle, die am 8. Februar keine Zeit hatten oder keinen Platz ergattern konnten.

Ein Tipp: am 6. April werden wir eine Sonderveranstaltung zu diesem Thema machen. An diesem Samstag werden wir von Herrn Kovacevic unterstützt, dem Experten u.a. für Playback Designs. Wir werden hochauflösende Digitalmusik im Vergleich zu LP und analogem Masterband spielen. Außerdem sind preiswerte Digital-Audio-Syteme zu erleben. Besuchen Sie uns  - Sie werden staunen!!

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