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  • INXS - X

    Im zehnten Jahr ihres Bestehens veröffentlichten INXS ihr siebtes Album, basierend auf der Erfolgsformel des Vorgängers Kick: solide Dancefloor-Beats, hübsche kleine Produktionskniffe, die raue, bluesige Gesangsstimme von Michael Hutchence und ein paar gute Refrains. Auf Nummer sicher zu gehen mag dem ein oder anderen ein wenig langweilig erscheinen – doch X enthält mit Suicide Blonde einen der eingängigsten Opener der Popgeschichte. Die fesselnden Blues-Samples darin stammen im Übrigen von Harmonika-Legende Charlie Musselwhite.

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  • INXS – Listen Like Thieves

    Mit Kick landeten INXS den größten Wurf ihrer Karriere, doch das fünfte Album der Australier, Listen Like Thieves, brachte ihnen den internationalen Durchbruch. Drei Chartplatzierungen – What You Need, Listen Like Thieves, Kiss The Dirt – der 1985 erschienenen Veröffentlichung sicherten der Band die Heavy Rotation im Mainstream-Radio. Durch die Arbeit mit Produzent Chris Thomas, der auch für John Cale, Pete Townshend und Roxy Music gearbeitet hat, wurde das Spektrum von INXS vielseitiger und erreichte ein breiteres Publikum.

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  • Stevie Wonder – Fulfillingness’ First Finale

    Zwischen den bekannteren Alben Innvervisions und Songs in the Key of Life wurde dieses 1974er Album trotz dreier Grammy-Auszeichnungen häufig übersehen. Es ist ein Album hervorragender Einzeltitel mit Gastmusikern wie Minnie Ripperton, Paul Anka und den Jackson Five, und doch ist es durch sein warmes Klangbild und die weniger kontroversen Texte weniger im Gedächtnis geblieben als rockigere Stevie-Wonder-Veröffentlichungen. Im Jahre 1974 war dies jedoch ausgesprochen egal, denn das Album stieg auf Platz Eins der US-Charts.

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  • Willie Nelson - Stardust

    Die Outlaw-Bewegung brachte in den 70er Jahren neuen Wind in die stagnierende Country-Szene. Johnny Cash hatte ihr den Weg bereitet und Musiker wie Willie Nelson, Waylon Jennings und Tompall Glaser brachten mit einfachen, aber lebendigen Arrangements wieder Auftrieb in das Genre, das sich zuletzt in zunehmend leblosen und wenig originellen Produktionen verloren hatte. Auf dem Höhepunkt des Outlaw-Country brach Nelson dann mit allen Erwartungen und produzierte ein Album: mit Pop-Standards. Mit fünffacher Platin-Auszeichnung wurde seine Interpretation von Kurt-Weill-, Hoagy-Carmichael- und Irving-Berlin-Songs ein durchschlagender Erfolg.

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  • Duke Ellington - Ellington at Newport

    Ellington at Newport war der Anstoß für Ellingtons Comeback im Mainstream. Es ist der Mitschnitt eines spektakulären Auftritts beim Newport Jazz Festival auf Rhode Island im Jahr 1956, der alle Erwartungen des Publikums übertraf und Ellington finanziellen Erfolg bis ans Lebensende sicherte. Das Konzert begann mit einer stark blues-geprägten, eigens für das Festival geschriebenen Suite, in der Ellingtons agile Klavier-Riffs, Jimmy Hamiltons gepfefferte Klarinetten-Einlagen und Clark Terrys Trompeten-Läufe den Ton angeben. Höhepunkt des Abends aber war eine Vereinigung der Titel Diminuendo in Blue und Crescendo in Blue mit dem Tenor-Saxophonisten Paul Gonsalves als Solisten. Bereits mit den ersten Tönen kam Bewegung in die Zuhörer, mit dem siebten Chorus begannen Menschen, zu tanzen. Und dann verwandelte sich das Auditorium für ganze 27 Chorusse in einen derartigen Hexenkessel, dass die Veranstalter kurz davor waren, das Konzert abzubrechen.

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  • The B-52s - Cosmic Thing

    Die B-52s gründeten sich als Studentenband und erhielten ihren Namen durch die extrem hochtoupierten Haare von Cindy Wilson und Kate Pierson, die große Ähnlichkeit mit dem Bug der gleichnamigen Flugzeuge hatten. Das 1989er Album Cosmic Thing war der kommerziell größte Erfolg der Band - und gleichzeitig ihr Comebackalbum nach dem Tod des Bandmitglieds Ricky Wilson. Die Chart-Hits Cosmic Thing, Love Shack und Roam werden bis heute gespielt.

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  • Tears for Fears - The Seeds of Love

    Auch auf dem dritten Album der Band dominieren schwere Themen: emotionale Verletzungen und ihre Heilung. Die Geheimwaffe der Band Tears For Fears aber trägt den Namen Oleta Adams. Adams erdet den epischen Pop der Band und verleiht den Songs mit ihrer Gospelstimme und ihrer weiblichen Präsenz große Wärme. An der behutsamen Eindringlichkeit und Schärfe sowie der sich aufbauenden Intensität von „Woman In Chains“ kommt auch heute noch kein Radiohörer vorbei – und am Schlagzeug saß ohnehin niemand anderer als Phil Collins. Auch „Sowing the Seeds of Love“ fand direkten Eingang in die Charts, sodass sich die dokumentierten Produktionskosten von über einer Million Pfund für die Band rentiert haben dürfte.

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  • Tears for Fears - Songs from the Big Chair

    Die Band Tears For Fears hatte ihre Blütezeit in den 80er Jahren - und nur wenige Alben erschienen, bevor sich die Wege der Bandgründer Roland Orzabal und Curt Smith wieder trennten. Mit Titeln wie Shout und Everybody Wants to Rule the World jedoch schrieben sie Songs für die Ewigkeit. Eine Mischung aus verträumten Melodien und einprägsamen Texten sicherte den kommerziellen Durchbruch der Band. Ihren Bandnamen entlehnten die beiden Briten der so genannten Primärtherapie des Psychologen Arthur Janov. Diese besagt, dass die Vernachlässigung von Kindern der Grund für psychische Probleme im Erwachsenenalter sein kann. Tears for Fears verwandeln die Eindrücke ihrer Kindheit in raue, ausdrucksstarke Songs, in denen sich Zärtlichkeit und Offenheit, Ernsthaftigkeit und Melancholie mischen.

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  • Ricky Nelson - Ricky Sings Again

    Ricky Nelsons musikalische Laufbahn begann mit 17 Jahren, als er seine Freundin mit einer Single beeindrucken wollte. Schon in der Fernsehserie seines Vaters, „The Adventures of Ozzie and Harriet“, war er zu sehen und zu hören. Mit der bei „Verve“ veröffentlichten Single und der Coverversion von „I’m Walking“ auf der B-Seite erreichte er direkt Platz 4 der Charts. Damit war die Grundlage geschaffen für einen der ersten Teenagerstars in den USA. Auf dem 1959 veröffentlichten Album Ricky Sings Again wendet er sich dem Rock’n’Roll und Rockabilly zu und kann Größen wie Elvis Presley und Buddy Holly dabei das Wasser reichen.

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  • Bette Midler - The Rose

    Das Leben von Janis Joplin inspirierte Michael Cimino und Bo Goldman zum Drehbuch für den Film The Rose, in dem Bette „The Divine Miss M“ Midler die Hauptfigur verkörperte. Für ihre Darstellung der Sängerin erhielt sie zwei Golden Globes und eine Oscar-Nominierung. Der vorliegende Soundtrack zum Film ist mindestens so eindrucksvoll wie die bildliche Performance Midlers. Atemberaubend gefühlvoll und mit großer Überzeugungskraft interpretiert sie die Songs zu Ehren der späten Joplin. Unvergesslich und unübertroffen ist und bleibt ihre Version von „When A Man Loves A Woman“. Nie nur eine Rolle spielend, lässt sie den Zuhörer jede Note fühlen – sich ganz den schmerzvollen Gefühlen eines „Stay With Me“ hingebend und in heiseren Songs wie „Sold My Soul to Rock’n’Roll“ und „Keep On Rockin’“ einen Blick in die Hölle werfend.

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  • Yazoo - Upstairs at Erics

    Nicht viele Musiker können von sich behaupten, innerhalb von nur zwei Jahren maßgeblich an zwei der verblüffendsten Debütalben beteiligt gewesen zu sein. Vince Clarke kann. Nach "Speak & Spell" mit Depeche Mode veröffentlichte er im Jahr 1982 die LP "Upstairs at Erics" mit seiner neu gegründeten Band Yazoo. Als Gründungsmitglied von Depeche Mode mag er das in sich schlüssigere Album produziert haben. Doch "Upstairs at Erics" überzeugt durch Substanz und Ambition - und ist in Sachen Gefühl Lichtjahre voraus.

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  • Cindy Lauper - Shes So Unusual

    Wohl kaum eine andere Musikerin verkörpert die beginnende Blütezeit des Fernsehsenders MTV besser als Cindy Lauper. Extravagant schillernde Outfits, pinkfarbene Jahre und ein hyperaktives Selbstbewusstsein, das seinesgleichen sucht - lange bevor Lady Gaga und Madonna alles, was entfernt an Punk erinnert, zum massentauglichen Stil erheben konnten, erschien Cindy Lauper mit überschwänglichem Selbstvertrauen und rüpeliger Attitüde auf der Bühne, um das Leben zu feiern: Girls just want to have fun. Mit über fünf Millionen verkauften Alben und vier Top-Ten-Platzierungen landete sie einen der Überraschunghits des Jahres 1984. Wer Lauper allerdings auf Äußerlichkeiten reduziert, wird ihr nicht gerecht. "Shes So Unusual" ist ein vielschichtiges Debütalbum einer vielgesichtigen Künstlerin - und schlauer, als ihre provozierend mädchenhafte Stimme im ersten Augenblick ahnen lässt.

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  • Lynyrd Skynyrd - Street Survivors

    Street Survivors aus dem Jahr 1977 sollte zu einem tragischen Hitalbum für Lynyrd Skynyrd werden. Nur drei Tage nachdem das Abum - mit der in Flammen stehenden Band auf dem Cover - erschienen war, stürzte die Truppe in einem Privatflugzeug auf dem Weg von einem Konzert zum nächsten ab. Bandleader Ronnie Van Zant und Gitarrist Steve Gaines starben, während die anderen Bandmitglieder verletzt wurden. Kurze Zeit danach löste sich die Band auf. Das Plattenlabel MCA ließ schnellstmöglich das Cover der LP ändern und im Nachhinein erscheinen Songs wie That Smell auf düstere Weise prophetisch.

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  • Rod Stewart – Every Picture Tells a Story

    Parallel zu seiner Arbeit mit den Faces nahm Rod Stewart Anfang der 70er Jahre Soloalben auf, die zu einem guten Teil von den Bandmitgliedern der Faces instrumentiert wurden. Nachdem er mit Gasoline Alley einen Achtungserfolg erlangt hatte, war es dann Every Picture Tells a Story, welches den Durchbruch bedeutete und sowohl in England als auch in den USA auf Platz 1 der Charts landete. Musikalisch hatte sich gegenüber dem Vorgängeralbum wenig geändert und die Kombination aus Rock, Soul und Country ist vielleicht noch einen Tick fetziger geworden, doch waren es vor allem die ausgewählten Songs, die den Unterschied machten.

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  • Stevie Wonder - Hotter Than July

    Das im Jahr 1980 erschienen Album gilt als letztes der großen Alben von Stevie Wonder und erschien vier Jahr nach Songs in the Key of Life. Die Musikwelt hatte sich weiter gedreht und Disco und New Wave waren Anfang der 80er Jahre die angesagten Themen, was Stevie Wonder glücklicherweise nicht davon abhielt ein solides RnB Album zu veröffentlichen. Das Album ist weniger sozialkritisch als vorherige Veröffentlichungen, sondern schlägt ein fröhlicheres Timbre an und mit Happy Birthday für Martin Luther King findet es seinen Endpunkt.

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