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Justierung von Tonabnehmern
- Einbau: bauen Sie den Tonabnehmer vorsichtig in Ihren
Tonarm ein. Ziehen Sie die Schrauben nur ganz sanft an, damit Sie den
Tonabnehmer noch leicht verschieben können, er jedoch sich nicht
von selbst verschiebt.
- Auflagekraft entsprechend Herstellerangaben einstellen
und am besten mit einer Waage überprüfen. Es gibt dazu eine
gute Waage von Ortofon oder eine Luxusvariante von Shure. Für die Profis empfehlenswert sind moderne digitale Tonarmwaagen.
- Überhang mit einer Schablone überprüfen
und gegebenenfalls Tonabnehmer nach vorne oder hinten schieben (eventuell
nochmals Punkt 3 wiederholen). Wir führen eine kleine Überhang-Schablone
von SME. Hier ist auch eine ausführliche Erklärung dabei.
Alternative: die Schön-Schablone, mit der Sie auch den Tonarm justieren
können.
- Azimuth (vertikale Einbau-Lage): der Tonabnehmer darf nicht verkantet
eingebaut werden. Zur Überprüfung legen Sie einen kleinen,
flachen Taschenspiegel auf den nicht drehenden Plattenteller und setzen
die Nadel auf dem Spiegel ab. Drehen Sie Antiskating auf 0, falls die
Nadel von selbst wegrutscht. Vergleichen Sie gerade Linien des Tonabnehmers
mit jenen im Spiegelbild. Fehlwinkel (schräger Einbau) lassen sich
leicht erkennen und korrigieren. Ziehen Sie die Schräubchen nicht
zu fest an! Fast ebenso einfach gelingt die Azimuth-Justage, wenn Sie den glatten Leerlauf-Bereich einer LP als "Spiegel" benutzen. Profis verwenden einen Justageblock (z.B. von Millenium Audio).
- Antiskating: Voreinstellung entsprechend Auflagekraft
und Markierung am Tonarm. Überprüfung mit drehender Schallplatte,
die grossen Bereich bei Auslaufrillen hat: Nadel vorsichtig bei drehender
Platte in Rillenzwischenraum aufsetzen. Nadel darf nicht schnell und
spontan nach innen oder aussen weglaufen, sondern von einer Rille "eingefangen"
werden. Gegebenenfalls Skating nachjustieren.
- Tonarmhöhe: legen Sie eine Schallplatte auf
den Plattenteller und setzen den Tonabnehmer auf. Sehen Sie nun seitlich
auf Ihren Tonarm. Tonarm und Schallplattenoberfläche müssen
parallel zueinander sein. Verstellen Sie gegebenenfalls die Höhe
Ihres Tonarmes, falls von Hersteller vorgesehen.
- Schrauben sanft festziehen, sodass der Tonabnehmer
sich nicht mehr leicht verstellen kann, aber auch nicht beschädigt
wird.
- Hörprüfung: fast alle Fehleinstellungen
machen sich in Verzerrungen bemerkbar. Legen Sie daher nach dem Einbau
eine gute Opernaufnahme, Chormusik oder Klavier auf. Hören Sie
sich zunächst einige Takte auf den Außenrillen an - in diesem
Bereich sind die Verzerrungen normalerweise geringer als Innen. Es sollten
hier keine Verzerrungen bei lauten Tönen hörbar sein. Gehen
Sie dann zu einem Bereich zur Plattenmitte (die letzten Takte). Hier
sollten keine übermässigen Verzerrungen auftreten. Achten
Sie auf “S”-Laute; Verzerrungen machen sich als Zischlaute
bemerkbar.
- Einspielen: jedes neue Tonabnehmer-System erreicht
seine volle Leistungsfähigkeit nach 20-30 Stunden Betriebsdauer.
Erst dann haben sich die winzigen mechanischen Teile eingefahren.
- Das neue System "verzerrt"! Sollten Sie
nach vielen Jahren mit Ihrem alten Tonabnehmer ein qualitativ wesentlich
besseres System eingebaut haben, dann wundern Sie sich nicht, dass Ihr
neues plötzlich viel mehr Details enthüllt. Vor allem schlechte
Schallplatten klingen oftmals noch schlechter als zuvor. Sie werden
viel eher hören können, dass die Platte abgenutzt ist oder
aber die Aufnahme schlecht produziert wurde. Hiergegen hilft nur: erfreuen
Sie sich an der Musik und daran, dass Sie von jetzt an auch wirklich
gute Aufnahmen heraushören können.
- "Das ist mir zu kompliziert!" Probieren
Sie es einfach aus. Sie werden sehen: es ist ganz einfach, den Tonabnehmer
zu justieren. Sie benötigen
- einen guten Feinmechaniker-Schraubendreher (den bekommen Sie in jedem
Baumarkt)
- eine Tonarmwaage (einfach und genial von Ortofon oder als Kult-Klassiker
von SME)
- eine Schablone für die Einstellung des Überganges (von aus
Pappe von SME oder in solidem Kunststoff von Schön)
- einen klaren Blick
- gute Ohren
- ein klein wenig Geduld
- "Es funktioniert immer noch nicht!" Rufen
Sie uns an (030-797.418.35) - wir helfen Ihnen gerne weiter! Oder
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